Echtes Silber erkennt man – genauso wie echtes Gold – an der sog. Punzierung. Darunter versteht man eine Prägung, die in das Metall geschlagen wird. Historische Bezeichnungen der Punzierung waren Beschauzeichen, Meisterzeichen oder Amtsstempel. In Österreich bestand in den Jahren 1774 bis 2001 Punzierungspflicht, anhand des Motivs ist eine Datierung des Schmuckstücks möglich, so wurde der ursprüngliche Fuchskopf (1867-1922) später von der Pferdekopfpunze abgelöst (1922-2001), zeitgleich war aber auch eine Elefantenkopfpunze in Gebrauch. Der Kopf der Diana für Silber und Apollos Kopf für Gold sind wiederkehrende Motive, beginnend in der Zeit des Historismus, allerdings nur bis zum Jahr 1922. In den Jahren 1939 bis 1946 kam zudem die Wiedehopfpunze hinzu. Reines Platin wird übrigens bis dato mit einem Nachtfalter gekennzeichnet. Nur Fachleuten ist die Punze in Form eines Hundekopfes bekannt, bei der es sich um eine sog. Einfuhrpunze nach Österreich handelt, also die Beglaubigung dafür, dass das Schmuckstück ins Land importiert und dort verkauft werden durfte.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Lexikon. Setzte ein Lesezeichen permalink.